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  3. AC&DC-Ladeinfrastruktur: Geschickt geplant ist halb gewonnen

So elektrifizieren Sie Lieferflotten, Kunden- und Mitarbeitendenparkplätze

In sechs Schritten zur AC&DC-Ladeinfrastruktur im Betrieb

Wer eine Fahrzeugflotte mit Lieferfahrzeugen sowie Fahrzeuge von Mitarbeitenden und Kunden laden möchte, benötigt eine komplexe Ladeinfrastruktur. EM hat am Hauptsitz Zürich eine AC&DC-Ladeinfrastruktur mit skalierbarem Last- und Abrechnungssystem realisiert.

01.02.2026
Unsere Lieferfahrzeuge stehen nur rund 90 Minuten an der Laderampe bis sie zur nächsten Tour mit weiteren 100 Kilometern losfahren. Für die benötigten 50 bis 60kW braucht es eine DC-Ladestation.
Insgesamt werden 12 Laderampen mit DC-Ladestationen ausgerüstet

Wo viele Kilometer und klar planbare Standzeiten zusammenkommen, lohnt sich die Elektromobilität besonders – etwa bei Lieferflotten oder Aussendienstfahrzeugen. Am Hauptsitz in Zürich nutzt EM die kurzen Pausen zwischen den bis zu 170 Kilometer langen Touren, um die E-Lieferfahrzeuge zu laden. Die dafür nötige DC-Ladeinfrastruktur hat EM ins bestehende AC-Ladenetz für Mitarbeitende und Kundschaft integriert. Aus den Erfahrungen im Aufbau der AC&DC-Infrastruktur lassen sich sechs praxisnahe Handlungsempfehlungen für Unternehmen ableiten, die vergleichbare Projekte planen.

Tipp 1: Bedarf und Ziele definieren

Am Anfang steht eine Analyse: Wie viele E-Fahrzeuge sind zu laden? Welche Strecken legen sie zurück? Wie lange stehen sie typischerweise? Und wer nutzt welche Parkfläche? Eine systematische Antwort auf diese Schlüsselfragen ermöglicht es Ihnen, die Ladeinfrastruktur darauf abzustimmen. Definieren Sie anschliessend Ihre strategischen Ziele.

Dominik Kurmann, 
Leiter EM Region Ost

«Nach dem Pilotprojekt in Zürich planen wir als nächstes, den Standort Heiden zu elektrifizieren. Entscheidend ist dabei, die standortspezifischen Rahmenbedingungen vorab genau zu analysieren, beispielsweise zur Distanz und Topografie der Touren.»

Dominik Kurmann, Leiter EM Region Ost

Tipp 2: AC- und DC-Ladung richtig kombinieren

AC- und DC-Ladestationen konkurrenzieren sich nicht, sondern sie ergänzen sich. AC-Laden eignet sich besonders für Fahrzeuge, die über Stunden an einem Ort stehen – zum Beispiel Mitarbeitendenfahrzeuge. Für Lieferfahrzeuge, die sich nur kurze Zeit am Dock aufhalten, braucht es hingegen eine DC-Ladung. Analysieren Sie deshalb  die Bedürfnisse Ihrer Nutzergruppen.

Ervin Spani, 
Leiter Logistik EM Region Ost

«Nach der Rückkehr unserer Lieferfahrzeuge gegen 8.30 Uhr bleiben rund 90 Minuten bis zur nächsten Tour. Für die nötige Reichweite von über 100 Kilometern brauchen wir in dieser Zeit eine DC-Ladung mit 50 bis 60 kW.»

Ervin Spani, Leiter Logistik EM Region Ost

Tipp 3: Lastmanagement und Abrechnung von Anfang an mitdenken

Je mehr unterschiedliche Ladepunkte, desto wichtiger wird ein herstellerneutral arbeitendes Lade- und Lastmanagementsystem. Das Lastmanagementsystem verhindert Lastspitzen, nutzt die vorhandene Netzkapazität optimal und lässt sich zu einem umfassenden Energiemanagement-System ausbauen. Gekoppelt mit einem Abrechnungssystem können Sie Energiekosten nach Verursachern – etwa Mitarbeitende, Kunden oder Lieferwagen – zuordnen.

Manuel Lüscher, Leiter EM Geschäftsbereich Neue Energien

«Am Hauptsitz nutzen wir AC- und DC-Ladestationen verschiedener Hersteller. Mit dem gewählten Lastmanagementsystem können wir diese unterschiedlichen Ladestationen herstellerneutral miteinander verknüpfen. Das passt zu unserer DNA als Grosshändler.»

Manuel Lüscher, Leiter EM Geschäftsbereich Neue Energien

Tipp 4: Skalierbar planen

Bei der Planung gilt es, sich nicht am «Heute» zu orientieren, sondern am «Morgen». Planen Sie deshalb von Anfang an skalierbar. So bleibt die Infrastruktur ausbaubar, wenn sich die Anzahl der Flotten- oder Mitarbeitendenfahrzeuge verändert, oder später Photovoltaikanlagen und Speicher hinzukommen.

Insgesamt werden 12 Laderampen mit DC-Ladestationen ausgerüstet.
Insgesamt werden 12 Laderampen mit DC-Ladestationen ausgerüstet.
Eine der insgesamt 12 DC-Ladestationen ist bereit zur Montage.
Eine der insgesamt 12 DC-Ladestationen ist bereit zur Montage.
Die DC-Ladestationen werden unmittelbar vor die Airwalls der Laderampen platziert.
Die DC-Ladestationen werden unmittelbar vor die Airwalls der Laderampen von der Decke hängend montiert.
Unsere Lieferfahrzeuge stehen nur rund 90 Minuten an der Laderampe bis sie zur nächsten Tour mit weiteren 100 Kilometern losfahren. Für die benötigten 50 bis 60kW braucht es eine DC-Ladestation.
Unsere Lieferfahrzeuge stehen nur rund 90 Minuten an der Laderampe bis sie zur nächsten Tour mit weiteren 100 Kilometern losfahren. Für die benötigten 50 bis 60kW braucht es eine DC-Ladestation.
Ronny Kleinhans,
Geschäftsführer Invisia

«Das Lastmanagementsystem in Zürich ist erweiterbar. So ist es möglich, künftig auch weitere Gewerke wie bidirektionale Ladestationen, Photovoltaik und Wärmepumpen zu integrieren und alles miteinander zu verknüpfen.»

Ronny Kleinhans,
Geschäftsführer Invisia

Tipp 5: Details im Auge behalten

Oft sind es die vermeintlich nebensächlichen Details, die grosse Herausforderungen mit sich bringen. Beim Aufbau einer AC&DC-Ladeinfrastruktur ist das beispielsweise die Platzierung der Ladestation. Beziehen Sie deshalb die Platzverhältnisse und die baulichen Gegebenheiten Ihrer Immobilie genauso in die Planung mit ein wie die technischen Voraussetzungen Ihrer E-Fahrzeuge.

Burak Güler, Projektleiter EM

«Bei unseren Lieferfahrzeugen befindet sich der Ladedose im Kühlergrill – an unserer Rampe parkieren sie jedoch rückwärts. Diese Herausforderung haben wir gelöst, indem wir die DC-Stationen von der Decke hängend montiert haben.»

Burak Güler, Projektleiter EM

Tipp 6: Know-how von EM e-mobility gezielt nutzen

Das Rad des Elektroautos muss nicht neu erfunden werden. EM bündelt die Erfahrungen aus dem Aufbau einer eigenen AC- und DC-Ladeinfrastruktur in praxisorientierter Beratung und gezielten Schulungen.

Mit der Unterstützung von EM e-mobility reduzieren Sie die Risiken in Ihrem Projekt, sparen Zeit in der Umsetzung und können Ihren Kunden schnell eine zukunftsfähige, skalierbare Ladeinfrastruktur anbieten.

Roberto Weichelt,Schulungsleiter EM e-mobility

«In unserer Basisschulung vermitteln wir einen allgemeinen Überblick zur Elektromobilität. In der Spezialistenschulung vertiefen wir Themen wie AC&DC-Ladeinfrastrukturen, Abrechnung und Lastmanagement. Zudem geben wir Tipps für Projektierungen und Geschäftsmodelle.»

Roberto Weichelt, Schulungsleiter EM e-mobility

Checkliste AC&DC-Ladeinfrastruktur planen

EM bündelt die Erfahrungen aus dem Aufbau einer eigenen AC- und DC-Ladeinfrastruktur in praxisorientierter Beratung, gezielten Schulungen und einer leicht anwendbaren Projekt-Checkliste.

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